Kontaktverbindungen haben normalerweise selten Probleme mit Oxidation. Meist liegt es daran, das die Steckverbindungen von schlechter Qualität sind.
Das ist meist:
- zu wenig Kontaktdruck. Dadurch kann ein Widerstand entstehen, der bei Niederstromverbindungen dafür sorgt das die Verbindung hochohmig wird, was einen (zu) niedrigen Signalpegel bedeutet, oder bei Hochstromverbindungen sogar zu Kontaktabbrand führen kann.
- Zu wenig Kontaktfläche. Das kann verursacht werden, wenn z.B. die Steckerhülse verbogen ist, oder ein schlechtes Design. Der Stecker hat in der Hülse dadurch nur einen (viel-) zu kleinen Fläche Kontakt . Der Stecker geht dadurch schwer rein, hat aber kaum *richtigen" Kontakt.
Die Auswirkungen sind wie oben beschrieben
- Oxidation. Kommt bei Vergoldeten Stecker meiner Meinung nach nicht vor, bei anderen auch recht selten.
- Schlechte Lötstelle oder Chrimpverbindung an der Steckverbindung. Das ist meiner Meinung nach der häufigste Grund warum (habwegs) gute Steckverbindungen ausfallen.
Crimpverbindungen sind an für sich die bessere Verbindung, da (wenn richtig ausgeführt) eine Kaltverschweissung entsteht, die extrem gut ist.
Wenn da die abisolierte Litze zu lange gelagert wird, bis es zum Crimp bzw. Lötprozess kommt, dann kommt die Oxidation wieder ins Spiel.
Durch diese Oxidation der abisolierten Litze kommt bei beiden Prozessen nur eine nicht belastbare Verbindung zustande.
Das perfide an diese Geschichte ist die, das anfangs das noch funktioniert, aber mit zunehmender Dauer (und Stromstärke) der Übergangswiderstand immer höher wird.
Zusammengefasst:
Steckverbindungen sind an für sich nicht schlecht, wenn vernünftige Steckverbindungen verwendet werden. Damit meine ich nicht, das es immer teure Kontaktverbindungen sein müssen.
Beispielsweise sind die Steckerverbindungen zwischen den DJI Motoren und den 30 A OPTO Regler ziemlich gut.
Nur haben (hatten?) die den Produktionsprozess der Lötstellen der Motoren leider nicht im Griff.
Gruss
Wolfi